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Schutzkonzept

 

 

 

der Pfarrei

 

St. Johannes Baptist Altenberge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis:

 

 

 

  1. Einleitung

  2. Formen sexualisierter Gewalt

  3. Täterstrategien

  4. Risiko-/Situationsanalyse

  5. Persönliche Eignung

  6. Erweitertes F√ľhrungszeugnis und Selbstauskunftserkl√§rung

  7. Verhaltenskodex

  8. Beschwerdewege

  9. Qualitätsmanagement

  10. Aus- und Fortbildung

  11. Maßnahmen zur Stärkung

  12. Schlusswort

  13. Anlagen

     

    1.Einleitung

    Um den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt in unserer Pfarrgemeinde bestmöglich zu gewährleisten, ist jede Mitarbeiterin/ jeder Mitarbeiter gefordert, die Prävention von sexualisierter Gewalt zu einem wichtigen Bestandteil ihrer/ seiner Arbeit zu machen.

    Dabei geht es um wirksame Schutzma√ünahmen f√ľr die Kinder und Jugendlichen in unseren Einrichtungen, in unseren Vereinen und Verb√§nden und es geht nicht zuletzt um schnelle und kompetente Hilfe, wenn Kinder oder Jugendliche in oder au√üerhalb unserer Pfarrgemein de von sexualisierter Gewalt betroffen sind.

    Dieser Schutz und diese Hilfe gr√ľnden auf unserem christlichen Auftrag, der in einer Haltung von Wertsch√§tzung und Respekt den Menschen gegen√ľber lebendig wird und eine Kultur der Achtsamkeit in unserer Pfarrgemeinde entstehen l√§sst.

    Daher ist es unserer Pfarrei und allen darin Mitwirkenden ein zentrales Anliegen, diese Kul-tur der Achtsamkeit und durch ein sensibilisiertes Hinhören und Hinsehen zu fördern und zu schulen, so dass unsere Pfarrei kein Tatort sexueller Gewalt wird und Betroffene angemessene Hilfe finden können.

    Hierbei hilft auch das folgende erarbeitete ‚ÄěInstitutionelle Schutzkonzept‚Äú (kurz ISK).

    Grundlage f√ľr das ISK ist eine durchgef√ľhrte Risiko- und Situationsanalyse durch eine Projektgruppe, bestehend aus Diakon Manfred Wissing, Verbundleiterin Maria Schneider und Leiterin des K.O.T. Jugendheim Altenberge, Ulla Wilken.

    Die sich aus dieser Analyse ergebenden Ergebnisse wurden in das ISK eingearbeitet. Das erstellte und verabschiedete Schutzkonzept wird auf der Homepage ver√∂ffentlicht und ein ausgedrucktes Exemplar liegt im Pfarrb√ľro zur Einsicht aus. Des Weiteren werden jede/jeder Hauptamtliche sowie die Leitungen der betroffenen Kinderg√§rten, Gruppen, Vereine und Verb√§nden ein Exemplar ausgeh√§ndigt bekommen.

    Abgespeichert wird das ISK im Pfarrb√ľro.

     

    2. Formen sexualisierter Gewalt

    Um zu wissen, wie sexualisierter Gewalt vorgebeugt werden kann, ist es notwendig, zu klä-ren, was fachlich mit sexualisierter Gewalt gemeint ist.

    Es werden drei Abstufungen sexualisierter Gewalt unterschieden:

     

    Grenzverletzungen

    ‚ÄěGrenzverletzungen beschreiben ein einmaliges oder maximal gelegentliches unange-messenes Verhalten, das zumeist unbeabsichtigt geschieht. H√§ufig geschehen diese aufgrund fehlender pers√∂nlicher oder fachlicher Reflexion oder weil, besonders in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, konkrete Regelungen f√ľr bestimmte Situationen nicht klar und transparent gemacht wurden.‚Äú

    Grenzverletzungen sind nicht immer strafrechtlich relevante Tatbest√§nde, da die Grenzen oft flie√üend und f√ľr Au√üenstehende nicht immer eindeutig zu erkennen sind.

    Beispiele f√ľr Grenzverletzungen k√∂nnen sein:

 

  • Missachtung pers√∂nlicher Grenzen wie eine Umarmung oder auf den Scho√ü nehmen¬† kleinerer Kinder, obwohl dieses dem Gegen√ľber offensichtlich unangenehm ist oder in der Situation in dieser Form nicht angemessen erscheint

  • Missachtung der Grenzen der professionellen Rolle zum Beispiel durch ein unangemessenes Gespr√§ch √ľber das eigene Sexualleben

  • Missachtung von Pers√∂nlichkeitsrechten wie durch die Ver√∂ffentlichung von Fotos im Handy oder im Internet ohne Erlaubnis

  • Missachtung der Intimsph√§re zum Beispiel durch verpflichtendes Umziehen in einer Sammelumkleide, obwohl sich ein Kind lieber in einer Einzelkabine umziehen m√∂chte

  • Versenden von grenz√ľberschreitenden Nachrichten oder Botschaften in den sozialen Medien wie z.B. WhattsAPP oder Instagram

     

    Sexuelle √úbergriffe

    ‚ÄěSexuelle √úbergriffe sind klare Hinwegsetzungen √ľber gesellschaftliche Normen, insti-tutionelle Regeln, fachliche Standards und die individuellen Grenzen und verbale, non-verbale oder k√∂rperliche Widerst√§nde der Opfer. Sie geschehen nicht zuf√§llig oder aus Versehen; sie sind zielgerichtet und in der Regel nicht einmalig.‚Äú

    Beispiele f√ľr sexuelle √úbergriffe sind:

 

  • Einstellen von sexualisierten Fotos ins Internet oder sexistisches Manipulieren von Fotos (Bsp: Einf√ľgen von Portraitaufnahmen in Fotos nackter K√∂rper in sexueller Pose)

  • Wiederholte, vermeintlich zuf√§llige Ber√ľhrung der Brust oder der Genitalien (Bsp: bei Pflegehandlungen, bei Hilfestellungen im Sport)

  • Wiederholte abwertende sexistische Bemerkungen √ľber die k√∂rperliche Entwicklung junger Menschen, sexistische Spielanleitungen (Bsp: Pokern oder Flaschendrehen mit Entkleiden)

  • Wiederholte Missachtung der Grenzen der professionellen Rolle (Bsp: Gespr√§che √ľber das eigene Sexualleben, Aufforderungen zu Z√§rtlichkeiten)

     

    Sexueller Missbrauch

    ‚ÄěSexueller Missbrauch oder sexuelle Gewalt an Kindern ist jede sexuelle Handlung, die an oder vor M√§dchen und Jungen gegen deren Willen vorgenommen wird oder der sie aufgrund k√∂rperlicher, seelischer, geistiger oder sprachlicher Unterlegenheit nicht wissentlich zustimmen k√∂nnen. Der T√§ter oder die T√§terin nutzt dabei seine/ihre Macht- und Autorit√§tsposition aus, um eigene Bed√ľrfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen.‚Äú

    Bei sexuellem Missbrauch handelt es sich immer um eine Straftat (§§ 174 ff. StGB).

    Beispiele f√ľr sexuellen Missbrauch sind:

 

  • Vergewaltigung

  • sexuelle N√∂tigung

  • Kinderpornographie

  • Exhibitionismus

     

     

    3. Täterstrategien

    Keinem Menschen kann man ansehen, ob er oder sie ein Täter ist und Kinder missbraucht. Daher ist es wichtig, sich mit den Strategien von Tätern / Täterinnen auseinanderzusetzen.

    Täter / Täterinnen

 

  • suchen gezielt die N√§he zu Kindern und Jugendlichen, auch in entsprechenden Ar-beitsfeldern, und engagieren sich h√§ufig √ľberdurchschnittlich

  • suchen h√§ufig emotional bed√ľrftige Kinder und Jugendliche aus und bauen ein Ver-trauensverh√§ltnis zu diesen m√∂glichen Opfern auf

  • versuchen im Rahmen einer ‚ÄěAnbahnungsphase‚Äú durch besondere Zuwendung, Aktionen oder Unternehmungen, eine besondere Beziehung zum m√∂glichen Opfer aufzubauen und seine Arglosigkeit zu erh√∂hen

  • ‚Äětesten‚Äú meist nach und nach die Widerst√§nde der Kinder / Jugendlichen, ehe sie gezielt Gelegenheiten f√ľr schwerere √úbergriffe schaffen

  • machen ihre Opfer durch Erzeugung von Verunsicherungen (‚ÄěDas ist alles ganz normal.‚Äú) und Schuldgef√ľhlen (‚ÄěDas ist doch alles deine Schuld.‚Äú) sowie durch Drohungen (Isolation/ Aussto√üung, √∂ffentliche Blo√üstellung, Zerst√∂rung der Familie, k√∂rperliche Gewalt‚Ķ) gef√ľgig und sichern sich deren Verschwiegenheit. Dabei nutzen sie gezielt Loyalit√§ten (‚ÄěDu hast mich doch lieb.‚Äú, ‚ÄěWenn du was erz√§hlst, komme ich ins Gef√§ngnis.‚Äú) und Abh√§ngigkeiten des Opfers aus.

    Die Täter handeln in der Regel nicht spontan, sondern planen bewusst Gelegenheiten, um sich Kindern und Jugendlichen zu nähern. Die Täter nehmen dabei nicht nur das potentielle Opfer in den Blick, sondern auch deren Umfeld (Familie, Leiterrunde, Gemeinde…), um auch dieses zu täuschen und eine Aufdeckung zu erschweren. Dabei nutzen sie kollegiale, famili-äre und vertrauensvolle Strukturen in Institutionen aus, um an die Opfer zu kommen.

     

    4. Risiko-/Situationsanalyse

    In der Projektgruppe sind aus der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Altenberge Personen vertreten, die insbesondere in den Bereichen t√§tig sind, in denen ein reger Kontakt mit Kindern und Jugendlichen besteht. Aus der Projektgruppe heraus wurde f√ľr die Bereiche Kindertagesst√§tten und Jugendheim die gew√ľnschte Risiko- und Situationsanalyse betrieben.

    Zudem wurden die Priester, der Pastoralreferent, der die Katechese vorbereitet und durchf√ľhrt, ein St√§ndiger Diakon, der Kirchenmusiker sowie die Pfarrsekret√§rinnen befragt, wo sie in ihrer Arbeit bzw. bei der Nutzung dienstlicher oder privater R√§umlichkeiten risikobehaftete Ansatzpunkte sehen, die sexuelle Handlungen gegen√ľber Kindern und Jugendlichen m√∂glich machen oder erleichtern k√∂nnten.

    Hierbei ergaben sich folgende, beachtenswerte Anhaltspunkte:

     

    Risikozeiten

    Als Risikozeiten sind vor allem der Abend, die Nacht und die Zeiten an Wochenenden definiert worden.

     

    Risikoobjekte:

    KOT-Jugendheim

    Gruppenräume, Flure, Toiletten

     

    Karl-Leisner-Haus

    B√ľcherei, K√ľche, Chorraum, Gemeindesaal, Bastelraum, Toiletten, B√ľro, Dachboden und Keller

     

    Kirche St. Johannes Baptist

    Sakristei, Alte Sakristei, Orgelb√ľhne, Toilette, Beichtzimmer, Beichtstuhl

     

    Kirche St. Johannes Nepomuk

    Sakristei, Orgelb√ľhne

     

    Pfarrhaus

    Pfarrb√ľro, Kopierraum, Sitzungszimmer, Toilette, K√ľche, Wohnung des Pfarrers, Dachboden und Keller

     

    Kaplanei

    Gemeinderaum, K√ľche, B√ľro, Verbundleitung, Wohnung Pfarrer, Dachboden und Keller

     

    Pfarrheim Hansell

    K√ľche, Gruppenr√§ume, Toiletten, Flure

     

    Kindertagesstätten

    B√ľro, Gruppenr√§ume, Toiletten, Wickelr√§ume, Ruher√§ume, Flure, sonstige R√§ume wie z.B. Abstellr√§ume, Spielpl√§tze

     

    Edith-Stein-Haus

    Sakristei, Toiletten

     

    Kraftfahrzeuge

    Gemeindebulli, Privatfahrzeuge der Haupt- und Ehrenamtlichen

     

    Zudem sind weitere Objekte wie die Ferien- und Lagerunterk√ľnfte sowie Orte mit √úbernachtungsm√∂glichkeiten bei Firm- oder Erstkommunionfahrten sowie Sportst√§tten (Hallenbad, Sporthalle) in den Blick zu nehmen.

    Die Einladungen von Kindern und Jugendlichen in die Privatr√§ume von Haupt- und Ehrenamtlichen sollte gut bedacht und gepr√ľft werden.

    Im Rahmen einer Begehung sollten mit den Kindern und Jugendlichen in den kircheneigenen R√§umen sogenannte ‚ÄěAngstr√§ume‚Äú von diesen benannt werden k√∂nnen.

     

    Risikofaktoren

    Die Belegung der R√§ume der Pfarrgemeinde, insbesondere im Karl-Leisner-Haus (Pfarrheim) und im KOT (Jugendheim), ist nicht in einer zentralen √úbersicht im Pfarrb√ľro nachvollziehbar. Erschwerend kommt hinzu, dass die Pfarrgemeinde keine √úberblick dar√ľber hat, wer welche Schl√ľssel f√ľr R√§ume der Kirchengemeinde im Besitz hat und nutzt. Dieser fehlende √úberblick und die sich daraus ergebende mangelhafte Kontrolle sorgt daf√ľr, dass die Nutzung von R√§umlichkeiten durch ‚ÄěJedermann/Jedefrau‚Äú, ob berechtigt oder nicht, ¬†unkontrollierbar m√∂glich ist.

    In der Messdiener- und Pfadfinderarbeit finden die entsprechenden Gruppenstunden im Karl-Leisner-Haus oder in der Kaplanei statt. Manche Aktivit√§ten werden auch au√üerhalb von Geb√§uden z.B. auf dem Abenteuerspielplatz, auf dem Kirchplatz oder im Wald ausgef√ľhrt.

    Das √úben der Messdiener findet in der Kirche oder in der Sakristei statt. In diesen F√§llen sind Einzel√ľbungen f√ľr einzelne Messdiener oder Messdienerin durch Mitarbeiter der Kirchengemeinde auf jeden Fall zu vermeiden. Ungefragtes Zurechtziehen der Gew√§nder ist zu unterlassen.

    Die Fahrten zu einzelnen Veranstaltungen finden mit dem Gemeindebulli oder mit Privatfahrzeugen statt. Fahrten mit einzelnen Kindern/Jugendlichen oder Schutzbefohlenen sollten, soweit möglich, vermieden werden.

    Die Lager der Messdiener und Pfadfinder finden au√üerhalb von Altenberge in Zelten oder festen Geb√§uden wie Sch√ľtzenhallen statt. Durch die r√§umliche, aber auch emotionale N√§he zu den anvertrauten Kindern und Jugendlichen und die Dauer der Begleitungen, sei es in der Gruppenarbeit oder in den Lagern, ist eine Pr√§ventionsschulung f√ľr alle Leiter bzw. Mitarbeiter in diesen T√§tigkeitsfeldern unverzichtbar.

    Die Chorarbeit und die kindliche Musikfr√ľherziehung werden durch den Kirchenmusiker und die Chorleiterin durchgef√ľhrt. Eine Probe mit einzelnen Kindern sollte grunds√§tzlich vermieden werden.

    Die Katechese mit den Erstkommunionkindern und den Firmlingen findet √ľber mehrere Wochen in Kleingruppen statt und beinhaltet ebenfalls eine gro√üe emotionale und r√§umliche N√§he zu den anvertrauten Kindern und Jugendlichen. Insbesondere an den beiden Firmwochenenden an Orten au√üerhalb der Pfarrgemeinde k√∂nnten entsprechende Anbahnungsversuche unternommen und Gelegenheiten zu einem nicht angepassten oder missbr√§uchlichen¬† Verhalten geschaffen werden.¬†

    Sowohl in der Kommunion- als auch in der Firmvorbereitung wird in Groß- und Kleingruppen bzw. in Projekten gearbeitet. Die Vorbereitung und Begleitung von einzelnen Kindern und Jugendlichen sollte soweit wie möglich vermieden werden.

    Die j√§hrliche Sternsingeraktion wird durch Haupt- und Ehrenamtliche durchgef√ľhrt und begleitet. Hierbei ist besonders die immer wieder angebotene Dankesch√∂naktion im Hallenbad zu beachten, weil hier neben der N√§he zu den Kindern noch deren anlassbedingte Badekleidung im Hinblick auf Tatgelegenheiten animierend, zumindest bei Hilfestellungen irref√ľhrend, wirken kann.

    Während die Firmkatecheten im Rahmen ihrer Gruppenleiterausbildung eine Präventionsschulung durchlaufen haben, haben die Erstkommunionkatecheten und das Sternsingerteam eine solche Schulung bisher nicht erhalten. Die Erstkommunionkatecheten wurden im Rahmen der Katechesevorbereitung in dieser Frage sensibilisiert.

    Bei dem Jugendverband der KLJB ist nicht bekannt, wer als Leiter oder Vorstand die entsprechenden Schulungen besucht hat.

    Ob die verantwortlichen Mitarbeiterinnen der B√ľcherei geschult sind, ist derzeit nicht bekannt und sollte im Zusammenhang mit der Grundsatzfrage, in welcher Form diese Ehrenamtlichen zu schulen sind, gekl√§rt werden.

    Die dauerhafte Schulung dieser Ehrenamtlichen bleibt eine wiederkehrende Herausforderung. Die Art und Weise ist noch zu klären, wie diese Analyse zeigt.

     

    5. Persönliche Eignung

    Personen, die in unserer Kirchengemeinde Aufgaben √ľbernehmen, m√ľssen daf√ľr nicht nur fachlich geeignet sein, sondern auch √ľber eine pers√∂nliche Eignung verf√ľgen, und sie d√ľrfen keine Straftaten im Sinne von ¬ß 2 Abs. 2 und 3 Pr√§vO ver√ľbt haben.

    Um die persönliche Eignung sicherzustellen, geht die Kirchengemeinde St. Johannes Baptist aktiv folgende Schritte:

    Haupt- und Nebenberufliche, dauerhaft beschäftigte Honorarkräfte

    Die Prävention sexualisierter Gewalt wird in Bewerbungs- und Personalgesprächen thematisiert.

    Die f√ľr uns haupt- und nebenberuflich t√§tigen Personen sowie dauerhaft besch√§ftigte Honorarkr√§fte unterschreiben eine Selbstauskunftserkl√§rung (Anlage 1) sowie die Erkl√§rung zum ¬†Verhaltenskodex (Anlage 3) der Kirchengemeinde. Alle haupt- und nebenberuflich t√§tigen Personen unserer Kirchengemeinde werden zum Thema ‚Äěsexualisierte Gewalt‚Äú regelm√§√üig geschult.

    Ehrenamtliche

    Die Verantwortung f√ľr den Einsatz von ehrenamtlich Engagierten liegt zun√§chst beim leitenden Pfarrer. Er delegiert die Pr√ľfung der fachlichen und pers√∂nlichen Eignung an die leitenden Verantwortlichen der Gruppierungen der Kirchengemeinde.

    Vor Aufnahme einer ehrenamtlichen T√§tigkeit muss ein Gespr√§ch gef√ľhrt werden, in dem auch die Pr√§vention gegen sexualisierte Gewalt thematisiert wird und auf die verpflichtende Teilnahme an einer Schulung hingewiesen wird.

    Ehrenamtlich engagierte Personen unterzeichnen die Erklärung zum Verhaltenskodex der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Altenberge.

    Der Verhaltenskodex (Anlage 2) wird allen Haupt- und Ehrenamtlichen ausgehändigt.

     

    6. Erweitertes F√ľhrungszeugnis und Selbstauskunftserkl√§rung

    Erweitertes F√ľhrungszeugnis

    Jeder haupt- und nebenamtlich T√§tige in unserer Pfarrei, der im Rahmen seiner dienstlichen T√§tigkeit mit Kindern, Jugendlichen und/oder hilfe- und schutzbed√ľrftigen Erwachsenen zu tun hat, muss ein erweitertes F√ľhrungszeugnis vorlegen. Dies gilt f√ľr alle, die l√§nger als drei Monate in ihrem Bereich t√§tig sind. Dies gilt auch f√ľr Ehrenamtliche in der Pfarrei, die im Rahmen ihrer T√§tigkeit Minderj√§hrige oder schutz- oder hilfsbed√ľrftige Erwachsene im Rahmen ihrer Kinder- und Jugendarbeit, der Katechese und der von der Pfarrei organisierten Ferienfreizeiten oder die vergleichbare Kontakte zu ihnen haben, ein Erweitertes F√ľhrungszeugnis den Verantwortlichen der entsprechenden Arbeitsbereiche vorzulegen.

    Selbstauskunftserklärung (Selbstverpflichtungserklärung)

    √úber das erweiterte F√ľhrungszeugnis hinaus werden gem√§√ü ¬ß 5 der Pr√§ventionsordnung alle hauptamtlich, nebenamtlich und Ehrenamtlich t√§tige Mitarbeitenden, die mit Kindern, Jugendlichen und/oder hilfe- und schutzbed√ľrftigen Erwachsenen zu tun haben, aufgefordert, einmalig eine Selbstauskunfts-erkl√§rung zu unterschreiben. Diese wird vom kirchlichen Rechtstr√§ger verwaltet und aufbewahrt, gem√§√ü der datenschutzrechtlichen Bestimmungen.

    Die Selbstauskunftserkl√§rung beinhaltet die Erkl√§rung, dass der- oder diejenige nicht rechtswidrig wegen sexualisierter Gewalt an Minderj√§hrigen und/oder hilfe- und schutzbed√ľrftigen Erwachsenen gerichtlich verurteilt worden ist. Hinzu kommt die Verpflichtung, jedes eingeleitete Ermittlungsverfahren im Hinblick auf Straftaten wegen sexualisierter Gewalt dem Dienstgeber unverz√ľglich mitzuteilen.

    Die Selbstauskunftserkl√§rung (Selbstverpflichtungserkl√§rung) schlie√üt f√ľr das F√ľhrungszeugnis die L√ľcke, in der vor dem Hintergrund der mehrj√§hrigen Wiedervorlagefrist kein aktuelles F√ľhrungszeugnis vorliegt.

     

    7. Verhaltenskodex

    Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ehrenamtlich Tätige betreuen wir Kinder und Jugendliche in verschiedenen Bereichen und arbeiten mit ihnen zusammen.

    Die jungen Menschen sind uns anvertraut worden. Damit tragen wir eine gro√üe Verantwortung f√ľr ihr k√∂rperliches, geistiges und seelisches Wohl. Deshalb haben wir auch die Pflicht, sie vor jeder Form von √úbergriffen, Missbrauch und Gewalt zu sch√ľtzen. Dieser Schutz erfordert ein Zusammenspiel verschiedener Ma√ünahmen, bedarf aber als Fundament einer klaren, selbstverst√§ndlichen Grundhaltung jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedes einzelnen Mitarbeiters ‚Äď unabh√§ngig ob beruflich oder ehrenamtlich ‚Äď um entsprechend unserem christlichen Menschenbild die Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen in einer Kultur der Achtsamkeit zu gestalten.

    Dies bedeutet:

 

  • Wir begegnen Kindern und Jugendlichen mit Wertsch√§tzung, Respekt und Vertrauen.

  • Wir achten und unterst√ľtzen das Recht eines jeden einzelnen auf k√∂rperliche Unversehrtheit.

 

  • Wir gestalten r√§umliche N√§he und Distanz so, dass sich keiner bedr√§ngt f√ľhlt. Wir respektieren uneingeschr√§nkt, verbale oder nonverbale, pers√∂nliche Grenzsetzungen im Kontakt.
  • Wir nehmen grunds√§tzlich das individuelle und selbstbestimmte Bed√ľrfnis des jeweiligen Kindes oder Jugendlichen als Ma√üstab.
  • Wir gehen grunds√§tzlich achtsam und verantwortungsbewusst miteinander um. Individuelle Grenzempfindungen sind ernst zu nehmen und zu achten und nicht abf√§llig zu kommentieren. Ein ‚ÄěNein‚Äú oder ‚ÄěHalt stopp‚Äú gilt es in jedem Fall zu akzeptieren. Grenzverletzungen m√ľssen thematisiert werden und d√ľrfen nicht √ľbergangen werden.

 

  • Wir gestalten unsere Beziehungen zu Menschen unserem jeweiligen p√§dagogischen, erzieherischen, seelsorglichen und pflegerischen Auftrag ad√§quat. Unerw√ľnschte Ber√ľhrungen, k√∂rperliche Ann√§herung, insbesondere in Verbindung mit dem Versprechen einer Belohnung oder Androhung von Strafe, sind nicht erlaubt.

  • √úbungseinheiten, Veranstaltungen, Spiele oder Unterricht usw. finden u.a. an und in den daf√ľr vorgesehenen geeigneten Veranstaltungsorten statt. Diese m√ľssen jederzeit von au√üen zug√§nglich sein.

  • Wir achten die Privat- und Intimsph√§re eines jeden Einzelnen.

  • Wir nutzen Machtpositionen nicht aus. Intensive freundschaftliche Beziehungen zwischen Betreuern und Schutzbefohlenen reflektieren wir regelm√§√üig auf Machtmissbrauch.

 

  • Wir w√§hlen eine angemessene gewaltfreie ‚Äď auch non-verbale - ¬†und keine aggressive sexualisierte Sprache.

 

  • Wir achten bei der Auswahl von Filmen, Fotos, Spielen und Materialien darauf, dass diese p√§dagogisch sinnvoll und altersad√§quat sind.

  • Wir nutzen die sozialen Medien zum Zwecke der Kommunikation und des Informationsaustausches. Wir missbrauchen sie nicht, um unangemessene N√§he zu einzelnen Schutzbefohlenen aufzubauen.

  • Filme, Tonerzeugnisse, Computerspiele oder Druckmaterial mit pornographischen, extremistischen, rassistischen und gewaltverherrlichenden Inhalten sind in allen kirchlichen Kontexten verboten.

  • Wir sind offen f√ľr Feedback und Kritik und betrachten sie als M√∂glichkeit, die eigene Arbeit zu reflektieren und zu verbessern.

    Kinder und Jugendliche m√ľssen diese Haltung √ľberall dort sp√ľren und erleben k√∂nnen, wo sie uns in den Einrichtungen, Kinderg√§rten, Verb√§nden und Gruppierungen unserer Pfarrgemeinde begegnen. Sie m√ľssen die Gewissheit haben, dass sie ernstgenommen werden, offen sprechen und bei Problemen Hilfe erwarten k√∂nnen. Denn Kinder und Jugendliche sollen sich bei uns wohlf√ľhlen und sichere Lebensr√§ume finden. Sie sollen schnelle und kompetente Hilfe erfahren, wenn sie bei uns oder anderswo Gewalt erfahren m√ľssen.

    Die Umsetzung der Präventionsmaßnahmen in den Kindergärten werden in den pädagogischen Konzeptionen der Kitas konkretisiert, um die spezifischen Erfordernisse im pädagogischen Alltag des Elementarbereiches und seitens der pädagogischen Fachkräfte sorgfältig abzustimmen, transparent und einheitlich, wie auch verbindlich zu gestalten. Alle pädagogische Fachkräfte (auch alle neuen Fachkräfte) werden einbezogen und erhalten den Verhaltenskodex der Pfarrgemeinde und das pädagogische Konzept der Kita erläutert und ausgehändigt.  Der eigenständige Bildungs- Betreuungs- und Erziehungsauftrag der Kita bringt besondere Aufgaben mit sich, wie das sexualpädagogische Konzept zu reflektieren, die Kinderrechte und den Präventionsauftrag auf allen Ebenen zu gestalten  und  die beziehungsvolle und achtsame Pflege positiv und respektvoll umzusetzen.

    Neuzug√§ngen im ehrenamtlichen Engagement unserer Pfarrei wird bei Aufnahme der T√§-tigkeit der Verhaltenskodex (Anlage 2) erl√§utert √ľbergeben. Die ‚ÄěErkl√§rung zum Verhaltenskodex‚Äú (siehe Anlage 3) muss unterschrieben und im Pfarrb√ľro abgegeben werden. Die Pr√ľfung der unterschriebenen Abgabe der Erkl√§rung obliegt dem verantwortlichen Leiter der jeweiligen ¬†Gruppierung.

    Falls eine Person den Verhaltenskodex unserer Gemeinde nicht entsprechend gegenzeichnet, ist eine Mitarbeit in unserer Pfarrgemeinde nicht möglich.

     

    Verantwortlich sind demnach im Jahre 2019

    Pfarrer Erdb√ľrger f√ľr

    Haupt- und nebenamtliche Seelsorger

    Hauptamtliches Personal der Pfarrei

    B√ľcherei

    Marco Schomacher, hauptamtlicher Kirchenmusiker

    Chöre

    Kirchenmusik wie z.B. Familienmusiker

     

    Pfarrer Stepan Sharko f√ľr

    Messdiener

    Pfadfinder

    Lagerfreizeiten

     

    Pfarrer Rogers Birija f√ľr

    KLJB

     

    Pastoralreferent Norbert Westermann f√ľr

    Kommunion- und Firmkatecheten

    Familien- und Kindergottesdienstkreis

    Sternsinger

     

    Verbundleitung f√ľr

    Kindertagesstätten

     

    Leitung KOT f√ľr

    Bufdis und sonstige Ehrenamtliche

    Offene Kinder- und Jugendarbeit

     

    8. Beschwerdewege

    Das Einrichten von Beschwerdewegen hilft dabei, ein transparentes Verfahren mit klarer Regelung der Abläufe und Zuständigkeiten herzustellen (PrävO § 7).

    Es bedarf hierbei einer gelebten Kultur, in der Kritik und Lob von Kindern und Jugendlichen bzw. allen in der Kirche Tätigen gehört und ernst genommen werden.

    Was alle Gruppierungen unserer Pfarrei, die mit Kindern, Jugendlichen sowie hilfe- und schutzbed√ľrftigen Erwachsenen zu tun haben, gemeinsam haben ist, dass die Leiter bzw. Verantwortlichen offen sind f√ľr Kritik und Lob der Teilnehmer. Zudem sind diese jederzeit ansprechbar und ver√∂ffentlichen auf Wunsch auch ihre Kontaktdaten.

    In unserer Pfarrei gibt es einen Handlungsleitfaden, an dem sich die haupt- und ehrenamt-lich Tätigen im Falle des Verdachts von sexueller Gewalt orientieren können:

    Handlungsleitfaden:

    1. Verdacht

    Man beobachtet eine Situation, die als Grenzverletzung beziehungsweise als sexueller Übergriff wahrgenommen wird, oder jemand erzählt von einer solchen Situation.

    2. Ruhe bewahren

    Bei einem Verdacht ist als erstes zu pr√ľfen, woher dieser kommt, und die Situation ist wei-ter zu beobachten. Durch √ľberlegtes Handeln k√∂nnen Fehlentscheidungen vermieden wer-den.

    3. Kontakt aufnehmen

    Es ist wichtig, mit einem Verdacht oder einem unguten Gef√ľhl nicht alleine zu bleiben. Als Ansprechpartner kommen Kollegen/-innen, Leitungspersonen oder Fachberatungsstellen in Frage. Gemeinsam sollte abgewogen werden, welche n√§chsten Schritte zu tun sind.

    4. Pr√ľfen

    Es ist zu pr√ľfen, ob es sofortigen Handlungsbedarf gibt. Wenn es zu weiteren gef√§hrdenden Situationen kommen kann, sollte nach Ma√ügabe der Fachberatung weiter vorgegangen werden. Je nach Sachlage sind Leitungspersonen, Jugendamt, Strafverfolgungsbeh√∂rden und die Ansprechpartner des Bistums zu informieren.

    5. Dokumentieren

    Der gesamte Prozess sollte in allen Schritten sorgfältig dokumentiert werden. Das hilft, die Einzelheiten später nachvollziehen zu können, und kann in einem möglichen Strafverfahren hilfreich sein.

    6. Achtung

    In einer Situation, in der man mit einem Verdacht auf sexuelle Gewalt konfrontiert ist, sind Sprachlosigkeit und das Gef√ľhl, hilflos zu sein, zun√§chst einmal normal und keineswegs ein Zeichen von Versagen. Es ist wichtig, in dieser Situation f√ľr die pers√∂nliche Entlastung zu sorgen und auf sich selbst zu achten.

    7. Reflexion

    Es ist wichtig, den gesamten Prozess und die getroffenen Entscheidungen abschließend zu reflektieren. Dazu sollte auf das persönliche Befinden und die Situation im Team geschaut werden. Sinnvoll kann es sein, dazu externe Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    F√ľr unsere haupt- und ehrenamtlich T√§tigen bedeutet dies, dass als erster Schritt bei einem Verdacht die Leitung der jeweiligen Gruppierung zu informieren ist, sprich die Lagerleitung, die Messdienerleitung oder aber auch den verantwortlichen Seelsorger. Dieser wendet sich bei weiterem Verdacht oder bei Unsicherheit an den/die Pr√§ventionsbeauftragten der Pfarrgemeinde und leitenden Pfarrer oder seines Vertreters. Gemeinsam wird das weitere Vorgehen besprochen.

    Im Falle von Unsicherheit kann hier auf externe Hilfe, z.B. von Beratungsstellen, zur√ľckgegriffen werden.

    Alle Schritte, die unternommen werden, sollten kurz dokumentiert werden (mit Datum). Nach Abschluss des Prozesses sollte dieser und die getroffenen Entscheidungen mit der betroffenen Gruppe / den betroffenen Personen reflektiert werden. Hilfreich ist hier ebenfalls das Hinzuziehen externer Hilfe.

    Wir unterscheiden zwischen internen und externen Beratungswegen.

    Hierbei gilt: Alle Gespräche werden vertraulich behandelt. Bei einem Strafverfahren ist eine Schweigepflicht wegen gegenstehender Rechte nicht unbedingt durchzuhalten und muss auch nicht im Sinne des Opfers sein.

    Interne Beratungswege:

    Im Verdachtsfall:

    Präventionsbeauftragte

    Pastoralreferent Norbert Westermann

    Tel.: 02505-93 19 25

    Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots gesch√ľtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

     

    Team Prävention (im Bedarfsfall durch die Präventionsbeauftragten oder den Ltd. Pfarrer zu benachrichtigen):

    Ulla Wilken

    Tel.: 02505-94 95 75

    Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots gesch√ľtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

     

    Diakon Manfred Wissing

    Tel.: 02505-2923

    Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots gesch√ľtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

     

     

     

    Zusätzlich zu informieren bei einem konkreten Vorfall:

    Leitender Pfarrer Heinz Erdb√ľrger

    Tel.: 0151-143 98 762

    Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots gesch√ľtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

     

    Externe Beratungswege:

    Bischöfliche Beauftragte zur Prävention sexualisierter Gewalt

    Ann-Kathrin Kahle und Beate Meintrup

    Rosenstraße 17

    48143 M√ľnster

    Tel: 0251 / 495 17 010 oder 0251 / 495 17 011

     

    Interventionsbeauftragter des Bistums M√ľnster

    Peter Frings

    Tel.: 0251 495-6031

    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots gesch√ľtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

     

    Ansprechpartner f√ľr Verfahren bei F√§llen sexuellen Missbrauchs durch Priester, Ordensleute oder andere kirchliche Mitarbeitende im Bistum M√ľnster

    Bernadette Böcker-Kock

    Tel.: 0151-634 047 38

    Bardo Schaffner

    Tel.: 0151- 438 166 95

     

    Hilfe f√ľr Kinder und Jugendliche:

    Nummer gegen Kummer: 0800 / 111 0 333

     

    Hotline f√ľr Opfer sexuellen Missbrauchs: 0800 / 22 555 30

     

    Strafverfolgungsbehörden:

    Polizei Steinfurt

    Liedekerker Str.

    48565 Steinfurt

    Tel.: 02551-15-0

    Polizeinotruf: 110

     

    Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei

    Hansaallee 10

    48429 Rheine

    05971-938 5917

    E-Mail: KKKP/ Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots gesch√ľtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

     

    Staatsanwaltschaft M√ľnster

    Gerichtsstr.6

    48149 M√ľnster

    Tel.: 0251-494-0

     

    Gewaltopferambulanz (Rechtsmedizin)

    Röntgenstr. 23

    48149 M√ľnster

    Tel.: 0251-83 55151

     

    Staatliche Behörden:

    Kreisjugendamt Steinfurt

    Tecklenburger Str 10

    48565 Steinfurt

    Tel.: 02551 69-2305

     

    Beratungsstellen und Hilfsangebote

     

    Jugendschutzstelle Hörstel

    Kinderschutzdienst f√ľr den Kreis Steinfurt

    48477 Hörstel

    Tel: 05459 - 98360

    Region: Steinfurt

    Angebot: Krisendienst

     

    Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Bistum M√ľnster ‚Äď Beratungsstelle M√ľns-ter

    Königsstraße 25

    48143 M√ľnster

    Tel: 0251 / 13 533 ‚Äď 0

    Fax: 0251 / 13 533 ‚Äď 22

    Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots gesch√ľtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

    www.efl-bistum-ms.de

     

    √Ąrztliche Kinderschutzambulanz, Tr√§ger: Deutsches Rotes Kreuz

    Melcherstraße 55

    48149 M√ľnster

    Tel: 0251 / 418 54 ‚Äď 0

    Fax: 0251 / 418 54 ‚Äď 26

    Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots gesch√ľtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

     

    Beratungsstelle im DKSB M√ľnster (Hilfen f√ľr Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkr√§fte)

    Berliner Platz 33

    48143 M√ľnster

    Tel: 0251 / 471 80

    Fax: 0251 / 511 478

    Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots gesch√ľtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

    www.kinderschutzbund-muenster.de

     

    Krisenhilfe M√ľnster

    Tr√§ger: Verein zur Suizidprophylaxe und Krisenbegleitung M√ľnster e.V.

    Klosterstraße 33-34

    48149 M√ľnster

    Telefon: 0251 / 51 90 05

    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots gesch√ľtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

    www.krisenhilfe-muenster.de

     

    Notruf f√ľr vergewaltigte und sexuell bel√§stigte Frauen und M√§dchen e.V.

    Frauennotruf e. V.

    Telefon: 0251 / 34 44 305

    www.frauennotruf-muenster.de

     

    Internet:

    Pr√§vention sexualisierter Gewalt im Bistum M√ľnster - www.praevention-im-bistum-muenster.de

     

    Seiten des Unabh√§ngigen Beauftragten der Bundesregierung f√ľr Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs - www.beauftragter-missbrauch.de

     

    Informationen des BDKJ - www.bdkj.de/themen/missbrauch-und-praevention

     

    Seite f√ľr Menschen, die eine sexuelle Neigung zu Kindern bzw. Jugendlichen sp√ľren und nicht zu T√§ter/Innen werden wollen www.kein-taeter-werden.de

     

    Beratungsstellenfinder, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen - www.nina-info.de

     

    Informationen und Materialien der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendschutz NW e.V. - www.thema-jugend.de

     

    Aufkl√§rung √ľber die Rechte und √ľber sexuellen Missbrauch f√ľr Jungen und M√§dchen zwischen 8 und 12 Jahren - www.trau-dich.de

     

    Alle, die neu in die ehrenamtliche Arbeit unserer Pfarrei im Bereich Kinder und Jugend bzw. hilfe- und schutzbed√ľrftiger Erwachsener einsteigen, werden √ľber ein Infoblatt √ľber das Institutionelle Schutzkonzept informiert. Dies beinhaltet die Internetadresse, unter der das ausf√ľhrliche Institutionelle Schutzkonzept zu finden ist, explizit den Beschwerdeweg sowie den Verhaltenskodex, der unterschrieben und wieder an das Pfarrb√ľro gegeben werden muss. Dieses Infoblatt ist im Anhang angeh√§ngt (Anlage 4).

     

    9. Qualitätsmanagement

    Die Durchf√ľhrung einer Risiko- und Situationsanalyse sowie das Erstellen eines ISK tragen zur Qualit√§t unserer Pfarrei bei, da sich die Beteiligten intensiv mit den Bausteinen des ISK und damit auch mit dem Schutz gegen sexualisierte Gewalt auseinandersetzen. Sie werden so f√ľr dieses Thema sensibilisiert und nach au√üen hin wird deutlich, dass dies einen wichtigen Stellenwert in unserer Pfarrei hat.

    Nach der Pr√§ventionsordnung (vgl. Pr√§vO ¬ß 8) wird das ISK unserer Gemeinde nach folgenden Vorkommnissen √ľberpr√ľft werden:

 

  • nach einem Vorfall sexualisierter Gewalt

  • bei strukturellen Ver√§nderungen (wie z.B. Pfarrerwechsel)

  • sp√§testens alle f√ľnf Jahre

    Die Methodik wird entsprechend der pfarrlichen Situation √ľberlegt.

    Die √úberarbeitung des ISK √ľbernehmen die Pr√§ventionsbeauftragten.

    Ab dem 01. Oktober 2019 ist Pastoralreferent Norbert Westermann als Präventionsfachkraft in der Pfarrei St. Johannes Baptist Altenberge benannt.

     

    10. Aus- und Fortbildung

    Alle Haupt- und Ehrenamtlichen in der Pfarrei, die regelm√§√üig Kontakt mit Kindern und Jugendlichen sowie hilfe- und schutzbed√ľrftigen Erwachsenen haben, m√ľssen zum Thema Pr√§vention sexualisierter Gewalt im Rahmen von Intensiv- oder Basisschulungen aus- und fortgebildet werden (siehe Pr√§vO ¬ß 9). Der jeweilige Personenkreis und der erforderliche Umfang ergibt sich aus dem Curriculum zur Pr√§ventionsordnung des Bistums M√ľnster.

    Die √úbersicht bei den haupt- und nebenamtlichen Seelsorger befindet sich beim Generalvikariat M√ľnster. Die entsprechende √úbersicht der hauptamtlichen Angestellten wird bei der Zentralrendantur Emsdetten in den Personalakten gef√ľhrt.

    Das BGV und die Zentralrendantur haben den Aus- und Fortbildungsbedarf sowie den erforderlichen Nachweis hier√ľber im Blick und verst√§ndigen bei Bedarf den leitenden Pfarrer.

    Die √úbersicht bei den ehrenamtlich T√§tigen in der Pfarrei f√ľhrt das Pfarrb√ľro, welches die Schulungsma√ünahmen in Absprache mit den vom leitenden Pfarrer hierf√ľr benannten leitenden Verantwortlichen der jeweiligen Gruppierung kontrolliert und dokumentiert.

     

    11. Maßnahmen zur Stärkung

    Unter ‚ÄěMa√ünahmen zur St√§rkung von Kindern und Jugendlichen‚Äú sind Ma√ünahmen zu verstehen, die Kinder und Jugendliche in der St√§rkung ihrer Pers√∂nlichkeit unterst√ľtzen und damit sexualisierter Gewalt vorbeugen.

    Solche Ma√ünahmen sehen wir als Pfarrei in erster Linie als Aufgabe der Erziehungsberechtigten, von Kindertagesst√§tten sowie der Schulen an. Nichtsdestotrotz gibt es in unserer allt√§glichen Arbeit Methoden und Projekte, die unter ‚ÄěMa√ünahmen zur St√§rkung von Kindern und Jugendlichen‚Äú z√§hlen, aber nicht explizit als solche hervorgehoben werden.

    Hierzu z√§hlen erlebnisp√§dagogische Einheiten im Bereich der Erstkommunion- und Firmkatechese, der Ferienlager und der Jugend- und Messdienerarbeit. Dazu geh√∂rt auch, dass das ‚ÄěNein‚Äú eines Teilnehmers respektiert wird und Spiele / p√§dagogische Einheiten auf freiwilliger Basis stattfinden.

    Im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit werden immer wieder Angebote zur St√§rkung des Selbstwertgef√ľhls und des Selbstvertrauens gegeben. Seit √ľber 10 Jahren finden hier j√§hrliche Selbstbehauptungskurse f√ľr M√§dchen statt.

     

    12. Schlusswort

    Genehmigt auf der Kirchenvorstandsitzung am 09. September 2019 und in Kraft gesetzt durch den Kirchenvorstand der Pfarrei St. Johannes Baptist Altenberge zum 01. Oktober 2019

    F√ľr den Kirchenvorstand:

    ___________________________________(Pfarrer Heinz Erdb√ľrger )

    ___________________________________(Prof. Dr. Bernward B√ľsse, stellvertr. Vorsitzender)

    ___________________________________(Stefan Evers)

     

    Anlagen:

    Anlage 1 Selbstauskunftserklärung

    Anlage 2 Verhaltenskodex der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist Altenberge

    Anlage 3 Erklärung zu o.g. Verhaltenskodex

    Anlage 4 Infoblatt zum ISK der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist Altenberge (wird noch erarbeitet)

    Anlage 5 Dokumentationsbogen

    Anlage 6 Muster zum Vermerk zur Einsichtnahme¬† in ein F√ľhrungszeugnis