Home
Mutmachaktion in Corona-Zeiten PDF Drucken

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Corona-Krise beschäftigt uns alle sehr. Die staatlich angeordneten, notwendigen Einschränkungen beeinflussen unser alltägliches Leben enorm. Die Selbstverständlichkeit unseres individuellen und gesellschaftlichen Miteinanders ist für eine geraume, nicht absehbare Zeit verschwunden.

Die schrecklichen Nachrichten aus den sehr stark betroffenen Ländern Iran, Italien und Spanien sowie die näher rückende Bedrohung durch das Virus ängstigen viele Menschen in unserem Land, in unserer Gemeinde. Die Sorgen, wie es morgen und vor allen Dingen auch nach der Krise weitergehen wird, beschatten spürbar unser Denken und Fühlen. Viele Menschen kümmern sich aufopferungsvoll um einsame, pflegebedürftige, kranke und sterbende Menschen. Eine große Zahl unserer Mitmenschen sorgt dankenswerterweise für das Zurverfügungstellen und Verkaufen der für uns lebensnotwendigen Grundversorgungsmittel.

Wir wussten es vermutlich, nun aber wird uns ganz deutlich vor Augen geführt, wie sehr wir in einem guten Sinn voneinander abhängig sind, wie sehr wir in einer Gemeinschaft leben, in der wir jede und jeden brauchen. Und ausgerechnet in einer solchen Notzeit müssen alle gemeinschaftsstiftenden Veranstaltungen ausfallen. Für viele Gläubige ist das Fehlen der regelmäßigen Gottesdienste besonders schmerzhaft.

Woher kommt unsere Hoffnung, woher kommt uns Hilfe?, fragen sich sicherlich viele Menschen. Als Christen lautet unsere Antwort: Unsere Hilfe kommt von Gott, der in allen Zeiten mit uns geht, in diesem Leben und sogar darüber hinaus.

Angeregt durch andere Initiativen haben wir uns gefragt, wie wir diese Hoffnung auf Gottes Wirken und seine Hilfe auf nunmehr veränderte Weise in die Gemeinde bringen können.

Nicht nur in der christlichen Literatur finden sich etliche Mut machende, hoffnungsvolle Texte. Wir möchten Ihnen in den nächsten Wochen an dieser Stelle im Schaukasten solche Texte präsentieren, die uns in dieser schweren Zeit ermuntern und Hoffnung schenken können.

Und nun kommen Sie ins Spiel! Falls Sie nach dem Lesen des ausgestellten Textes diesen mit nach Hause nehmen möchten, so finden Sie entsprechende ausgedruckte Exemplare in der Kirche.

Falls Sie selber einen Text gefunden haben, der Ihnen Mut macht, der Ihr Leben bereichert hat, so dürfen Sie diesen Text gerne per Mail an das Pfarrbüro Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.   senden oder als Kopie in den Briefkasten des Pfarrbüros werfen. Wir bemühen uns darum, ihn dann an dieser Stelle zu veröffentlichen.

Möge Gott Sie segnen und behüten!   

Im Gebet mit Ihnen verbunden

Im Namen der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist Altenberge

Mille Schlangen und Diakon Manfred Wissing      

 

Text:

Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.

Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.

Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren Guttaten.

Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum (Schicksal) ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

 

                       Dietrich Bonhoeffer aus "Widerstand und Ergebung, DBW Band 8, Seite 30f"

 

 "Für mich beinhaltet dieser Text in der jetzigen Situation viel Hoffnung und macht mir Mut."

  Mille Schlangen