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Zur Geschichte der Kirchenmusik in Altenberge

(Auszüge aus einer Ausarbeitung des Altenberger Musikprofessors Rudolf Ewerhart)

Der Kirchengesang im Münsterland kann auf eine mehr als eintausendjährige Geschichte zurückblicken. Liudger, seit 804 Bischof in Münster, hatte den im Frankenreich eingebürgerten Gregorianischen Choral mit Einflüssen aus dem irisch-angelsächsischen Bereich auf die Klöster und Kirchen seines Bistums übertragen. Auch Altenberge dürfte so den liturgischen Gesang in der Messe und im Stundengebet kennenglernt haben. Die Pflege des Gesanges blieb allerdings viele Jahrhunderte hindurch ausschließlich dem Klerus vorbehalten. Choralgesänge wurden damals von vier bis acht Sängern ausgeführt, und zwar nicht nur an Sonn- und Feiertagen, sondern auch in den werktäglichen Gottesdiensten.

Erst vom 18. Jahrhundert an liegen verläßliche Nachrichten/Unterlagen über die Orgel, den Organisten und die Kirchenmusik in Altenberge vor.

1708 wird Everhardt Nünninck "organedus et ludimagister zu altenberge" (Organist) und erhält dafür Naturalien, Geld und ein von der Gemeinde unterhaltenes Haus, da der Organist stets zugleich auch Schulmeister war. Nünninck, damals wohl schon ein Greis, wurde von "Joan Wilhelm Stroitmann ........ beständig adjungirt" und starb 1720.

Als Nachfolger bewarb sich Jacobus Henricus Gabler und legte Zeugnisse über sein Können, ausgestellt vom Münsterschen Domorganisten Stephan Wilkens, vor. Nachfolger in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde ein Organist Schmedding.

1789 vergab Pastor Püning die Organistenstelle an Bernard Henrich Nientiedt, der am 18.2.1793 für 500 Reichstaler das Vicarien-Haus in Altenberge kaufte und bis 1835 im Amt blieb. Danach wurde die Organistenstelle provisorisch dem Schullehrer Ishorst übertragen, "dessen Dienstverrichtungen allerdings oft Anlaß zu Klagen und Auseinandersetzungen gaben".

Von 1857 bis 1893 versah Lhrer Buller "das mit der Lehrerstelle verbundene Nebenamt des Organisten".

Dann schlug man erstmals vor, das Amt des Organisten und das des Küsters zusammenzulegen und wählte den jungen Küster B. Steinweg. Auch damals sangen die Chorsänger noch gemäß uralter Tradition bei Messe und Vesper regelmäßig Choral. Der Römische Ritus wurde in der Altenberger Pfarrkirche erst 1890 eingeführt. Das war eine einschneidende Veränderung in der Kirchenmusikpflege, denn größtenteils mußten anders geformte Melodien in einer den Sängern fremden Notenschrift vorgetragen werden.

„Wer singt, betet doppelt!“ hat der heilige Augustinus gesagt.

Und singen können Sie in unserer Pfarrgemeinde viel ! Das Angebot unserer Kirchenmusik ist sehr breit gefächert und bietet Jung und Alt die Möglichkeit, durch das eigene Singen in unseren Chören Gott allein die Ehre zu geben und der Pfarrgemeinde dadurch viel Freude zu bereiten !

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